2018-04-28 - 26. Hassberg Cup in Haßfurt Drucken

Fränkisches Kräftemessen in Haßfurt

Schon lange ist es den Schwimmern des VfL 1860 Sportfreunde Bad Neustadt zur lieben Gewohnheit geworden, die Einladung zum Haßberg-Cup anzunehmen. Die Vorbereitungen zu diesem stark besuchten Schwimmereignis liefen schon zu Beginn des Jahres an und zeigten schließlich für 15 trainingsfleißige Sportler den entsprechenden Erfolg.

An 2 Tagen absolvierten 181 Schwimmer 860 Einzelstarts und 26 Staffeln um den Cup und das auch noch bei schönstem Ausflugswetter. Nur wichtige schulische Prüfungen hielten den einen oder anderen Spitzenathleten dieses eine Mal von der Teilnahme ab. So gelangten vereinzelte Schwimmer aus der 2. Reihe auch einmal auf das begehrte Podest. Die Neuschter erreichten bei der Punktewertung den 6.Platz unter 13 Vereinen. Nicht überragend, aber mit dem kleinen Team war nicht mehr drin, so Abteilungsleiter Alexander Schild. Den Cup gewann mit großen Vorsprung die SSG Coburg. Bei den Einzelwertungen sprangen für die Neuschter 4 Goldmedaillen, 11 Silber und 17 Bronzemedaillen heraus.

Etwas Pech – was die Platzierung betrifft - hatte der Jüngste der Truppe, Karl Oehme (Jahrgang 2008). Er ging im leistungs- und zahlenmäßig stärksten Jahrgang an den Start. Nicht zu erwarten war, dass er sich über 50 m Freistil um gleich 7 Sekunden gegenüber seinem letzten Wettkampf verbesserte. Darüber freuten sich nicht nur seine Mutter Andrea, sondern ganz besonders auch Trainer Gert Müller.

Auch Charlotte Becher (2007) erzielte für sich zwei Bestzeiten auf den 50 m Freistil auf 0:43,48 Min. und den 100 m Brust auf 1:59,18 Min. und steigerte ihre Leistungen um über 10 %. Emma Ungerecht (2007) bei den 100 m Freistil (1:46,95 Min.) und Johannes Becher (2006) über 200 m Freistil (3:23,52 Min.) steigerten sich gar um 15 % beziehungsweise 13 %. Diese Zeiten sollen allerdings die Leistungen der unten aufgeführten anderen Teilnehmer nicht schmälern. Sogenannte „Schallmauern“ für einen Schwimmer durchbrachen Richard Becher, er brauchte erstmals weniger als 30 Sekunden für 50 m Freistil und Jannik Heptner (beide 2002) bei seinem Wettkampf über 100 m Schmetterling in 1:19,14 Min. Das schwierigste Programm hatte Johanna Rasch zu absolvieren. Dritte Plätze bei den Kräfte zehrenden Starts über 100 m Schmetterling, 100, 200 und 400 Meter Lagen (=Schmetterling, Rücken Brust und Freistil) waren der verdiente Lohn, im Wesentlichen anhand der intensiven Vorbereitung mit Trainer Andrej Wegmann.

Schnellster Schwimmer aller Jahrgänge war über 100 m Freistil David Lukas Weinig (1998) mit der Zeit von 0:58,65 Min. Über 50 m Freistil brauchte Jonathan Bischoff von der SG Haßberge 18 Hundertstelsekunden weniger als Weinig. Dafür gewann der die 200 und 400 m Freistil und die 100 Meter Schmetterling für den VfL.

Auf den Gesamteindruck aller Schwimmer bezogen äußerte sich Cheftrainer Thomas Grimm sehr positiv bei der abschließenden Besprechung. Er hob vor allem die erfreuliche Mannschaftsleistung hervor. Speziell ging er auf die Ergebnisse der beiden Staffeln - 4 x 100 m Freistil und 4 x 100 m Lagen -  ein, die jeweils einen 2. Platz errangen.

Mit im Schwimmteam waren noch Hannah Fodor, Laura Schmitkel, Fabienne Schmitt, Daria Lazareva Alina Steinweg, Linus Jessat und Martin Nagy Abonyi.

Sehr angetan zeigte sich auch Abteilungsleiter Alexander Schild, dass sich immer wieder Schwimm-Muttis als Betreuer und Wettkampfrichter in den Dienst des Schwimmsports stellen. „Zur Nachahmung empfohlen“ meinte er mit einem Augenzwinkern. Ein besonderes Lob galt auch dem Veranstalter SC Haßberge 01 e. V., der die Veranstaltung zügig und bestens organisiert abwickelte.

Jannik Heptner konzentriert sich auf seinen Start, den 100 m Lagen. Hinter ihm Vereinskollege Richard Becher, der sich auf den nächsten Lauf vorbereitet.

Johanna Rasch durfte gleich zu Beginn über
die 100 Meter Schmetterling ins Wasser.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 27. Mai 2018 um 07:44 Uhr